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Ich bin mir sicher so ziemlich jeder, der viel und gerne liest, der kam gewiss an den Punkt bei dem er sich fragte: Gebundenes Buch oder E-book? Des Öfteren spalten sich die Meinungen der Leser bei diesem Thema und auch im Lieblingsbücher Wiki ist die Diskussion nicht neu, denn seit E-Bücher und Tablets wie den Kindle, das PocketBook oder der Sony Reader auf den Markt existieren greifen einige lieber zu den Büchern in digitaler Form. Doch warum ist das so?

Sollten Autoren zukünftig nur noch ihre Bücher im E-Book-Format publizieren?

Forever Logo
Midnight Logo

Dies und alle weiteren Fragen wurden auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse in Ullsteins Vorstellung "Der digitale Autor – Anforderungen und Chancen" gestellt. Der Verlag selbst besitzt zwei digitale Imprint-Verlage, Midnight und Forever, die sich lediglich in ihrem Hauptgenre, Krimi und Liebesromane, unterscheiden. Seit Juni 2014 publizieren die beiden monatlich um die drei bis sieben E-Books. Die Altersgruppe des Verlags liegt zwischen 16 bis 46 Jahren.

Im Gegensatz zu gedruckten Büchern sind die Regelungen für ein E-Book weitaus geringer, da keinerlei große Kosten entstehen bzw. die Kosten für den Druck wegfallen. Des Weiteren müssen Autoren selbst auch keine Vorauszahlung abgeben, sondern erhalten nur die Honorierung aus den Nettoerlösen bei ca. 30 bis 50 Prozent.


Die Beziehung zwischen dem Autor und dem Lektor ist hier deutlich enger gestrickt und im Fall der zwei Verlage geht man deutlich auf die Schreiber ein und berät sie, anstatt die Texte strikt zu korrigieren. Als Autor hat man die Möglichkeit sich freier zu entwickeln und seinem Buch individuell zu gestalten ohne das ein Verlag einem im Nacken liegt und auf diverse Veränderungen pocht. Ein Beispiel einer Autorin des Vortrags waren Kinderbücher, die sich mit politischen Themen auseinandersetzt. Hierbei würden die Bücher möglicherweise bei einem reinen E-Book-Verlag eher angenommen werden, als bei einem Verlag, der seine Bücher drucken lässt. Nicht nur Absprachen zum Inhalt stehen auf der Liste sondern auch das Design und Cover des Buches. Zusätzlich erhalten Autoren Tipps zur erfolgreichen Werbung, wo wir bei dem großen Thema des Social Media wären.


Viele der Autoren der zwei Verlage sind auf den Social-Media-Plattformen wie Facebook oder Twitter unterwegs und posten Phrasen aus ihren Büchern oder stehen Frage und Antwort bereit.

Dies bietet die Möglichkeit selbst als Autor viel näher an seinen Fans zu sein und sich besser mit ihnen zu vernetzen. Da Bücher wegen ihres meist limitierten Drucks schnell nach ein oder zwei Jahren in den Regalen der Bücherhandlungen verschwinden sind E-Books für die Fans ständig kauf- und downloadbar und durch das Internet und Social-Media kann man für eine Beständigkeit seiner Publikationen auf Dauer mehr werben, sodass auch nach Jahren Bücherwürmer immer noch das Werk kaufen oder nach den Titeln googeln.

Gerade junge Autoren nutzen Verlage wie Midnight oder Forever, um sich in die Welt der Autoren rein zu finden und sich durch ihr Feedback aufbauen. Wer Interesse daran haben sollte, der kann einmal auf der Homepage von Midnight und Forever stöbern oder einfach die Verlage anschreiben wie die Publikation eines eigenen Buches als reines E-Book abläuft und ob dies vielleicht die perfekte Alternative zum Buch werden kann.